| Liebe Bürgerinnen,
liebe Bürger,
zehn Jahre nach der Wende
in der damaligen DDR muss ich tagtäglich in meiner Arbeit feststellen,
dass die Befürchtungen vieler Menschen in den ostdeutschen Ländern
grausame Wahrheit geworden sind. Wir sind offensichtlich Deutsche zweiter
Klasse. Trotz großer Worte – Kohl: blühende Landschaften!
Schröder: Chefsache
Ost! – und vieler Versprechungen geht die Entwicklung weitgehend an uns
vorbei.
In den sogenannten großen
Volksparteien SPD und CDU/CSU sowie deren Juniorpartnerinnen F.D.P.
und Grüne gibt es keine
Lobby für die neuen Bundesländer. Ostdeutschland entwickelt sich
mit riesigen Schritten in Richtung Altenheim Deutschlands. Dass in einer
solchen Situation der Bundeskanzler
die Jugend für ihre
Mobilität auch noch lobt, grenzt an Zynismus und erinnert mich persönlich
sehr stark an eine Äußerung von Erich Honecker:
»Wir weinen ihnen
keine Tränen nach.« Oh doch! Jeder einzelne fehlt uns hier!
Solidarität mit dem Osten Deutschlands darf sich nicht in der Zahlung
des Soli-Zuschlages erschöpfen oder in der Zahlung von Transferleistungen,
die sich dann in Form von Gewinnen oder durch Ausschalten von Konkurrenz
amortisieren. Dass es auch
anders gehen kann, zeigt z.B. die Ansiedlung von BMW bei Leipzig. Immerhin
hat Sachsen-Anhalt hier
bis zum Schluss mithalten können!
Die miserable wirtschaftliche
Lage ist einer der Gründe auch für den Niedergang der ambulanten
medizinischen Betreuung,
der sich jetzt schon deutlich zeigt und in den nächsten Jahren wirklich
bedrohliche Ausmaße
annehmen wird. Weniger Arbeitsplätze bedeuten eben auch weniger Beiträge
zur Krankenversicherung.
Das Problembewusstsein von
der tatsächlichen sozialen Lage ist offensichtlich bei den bisher
Regierenden nicht wirklich
vorhanden oder aber durch die militärischen Maßnahmen zur Verteidigung
der Interessen des internationalen Kapitals total in den Hintergrund gedrängt
worden. Mit meiner sozialen
Kompetenz will ich mich
für echte Veränderungen einsetzen und gute medizinische Betreuung
auf hohem Niveau für
alle sichern helfen. Deshalb kandidiere ich für den Landtag. Ich zähle
auf Sie.
Ihr
Für echte Veränderungen.
Für Sachsen-Anhalt entscheiden.
Biografisches
1953 als Kind eines Schlossers
und einer Hausfrau geboren,
1972 Abitur an der EOS in
Kleinmachnow, 1972 bis 1975
Sanitätsunteroffizier
in der NVA,
1975 bis 1981 Medizinstudium
in Leipzig und Halle, 1981 bis 1985
Weiterbildung zum Facharzt
für Allgemeinmedizin, 1985 bis
1988 Haus- und Betriebsarzt
in Karsdorf / Unstrut, 1988 bis 1990
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Ministerium für Gesundheits- und
Sozialwesen der DDR, 1990
Kreishygienearzt des Kreises Nebra,
seit 1991 Niedergelassener
Arzt in Karsdorf. Verheiratet, vier Kinder.
Kontakt: Dieter Kowalski
Telefon (dienstl.): 03 44
61 / 5000,
Telefon (privat): 03 44
61 / 540 08
Fax (dienstl.): 03 44 61
/ 500 22,
Fax (privat): 03 44 61 /
558 05
E-Mail: DMKowalski@t-online.de
Politik gestalten und
umsetzen
Die PDS steht in Sachsen-Anhalt
seit Jahren in der politischen Verantwortung. Wir haben dazu beigetragen,
dass mehr soziale Gerechtigkeit herrscht, dass kommunale Selbstverwaltung
und demokratische Mitbestimmung gestärkt wurden, dass Wirtschaftspolitik
zugleich auch Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik war, und dass sich die Bedingungen
für chancengleichen Zugang zum Erwerb, zur Erweiterung und zur Anwendung
von Wissen verbesserten.
Diese Politik werden wir
fortsetzen und ihr neue Impulse geben. Unsere Bereitschaft und Fähigkeit
zum politischen Handeln schließt auch eine Regierungsbeteiligung
ein, weil unsere Zielstellungen an Umfang und Tiefgang gewonnen haben und
wir sie direkt einbringen und auch umsetzen wollen.
Mit ihrem Einsatz für
soziale Gerechtigkeit zielt die PDS auf die nachhaltige Sicherung der sozialen
und ökologischen Existenzbedingungen heutiger und zukünftiger
Generationen. Sie geht dabei von dem Grundsatz aus, dass gesellschaftliche
Solidarität und eigenverantwortliches Handeln jedes und jeder Einzelnen
unabdingbar sind und der Förderung bedürfen.
Alle Politikbereiche sind
an den Kriterien der Nachhaltigkeit auszurichten. Deshalb wollen wir auch,
dass die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes orientiert
ist an ökologischen Erfordernissen und sozialer Gerechtigkeit. Existenzsichernde
Arbeit zu ermöglichen, bleibt das Hauptziel unserer Politik, denn
Massenarbeitslosigkeit ist das drängendste Problem der Gegenwart.
In den nächsten fünf Jahren müssen
mindestens 50 000 Arbeitsplätze
in der Industrie und 10 000 Lehrstellen neu geschaffen werden.
Auf niemanden verzichten
Wir setzen uns dafür
ein, allen Menschen uneingeschränkt die aktive Mitwirkung am politischen,
kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu sichern. Unter dem neoliberalen
Druck besteht die Gefahr, dass gewachsene sozio-kulturelle Strukturen wegbrechen,
die Voraussetzung für gesellschaftliches Engagement der Bürgerinnen
und Bürger sind. Die Befriedigung kultureller Bedürfnisse darf
nicht Vorrecht einzelner, sondern muss Möglichkeit für alle sein!
Seniorenpolitik ist für die PDS mit der Anerkennung der Lebensleistung
älterer Menschen verbunden.
Ihr Gestaltungspotenzial,
ihre Fähigkeiten und Kompetenzen sind unverzichtbar, wenn die Gesellschaft
ihre Zukunft solidarisch gestalten will.
Bildung allen öffnen
Ein hohes Bildungsniveau
und der sozial gerechte Zugang zu Bildung, Wissenschaft und Kultur werden
immer mehr zum Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben und für
eine erfüllte Erwerbstätigkeit.
Die PDS unterstützt
solche Reformen im Bildungswesen, die zu besserer und reichhaltigerer Bildung
für alle führen, soziale, kulturelle und andere Benachteiligungen
weitgehend ausgleichen und auch die sozial Schwächeren ermutigen zu
lernen, sich fort und weiterzubilden. Der Einstieg in das Berufsleben für
alle Jugendlichen ist und bleibt vorrangiges Ziel in Sachsen-Anhalt. Deshalb
fordern wir eine koordinierte Bildungs-, Jugend-, Sozial-, Wirtschafts-
und Arbeitsmarktpolitik, die besonders die Einstiegschancen der Mädchen
in zukunftsträchtige Berufe verbessert. Hochschulen, Wissenschaft
und Forschung sollen aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen
regionalen Innovationspolitik in Sachsen-Anhalt mitwirken.
Die Politik der PDS stärken
Menschen erleben, dass sich
die politischen Instanzen, die für ihr Leben bedeutsame Entscheidungen
treffen, zunehmend von ihnen entfernen. Die Bürgerinnen und Bürger
wollen aber aktiv an der Gestaltung politischer Entscheidungen teilhaben.
Dafür sind die Voraussetzungen zu schaffen durch eine Stärkung
der kommunalen Selbstverwaltung, durch Abbau der Hürden für Volksinitiativen,
Volksbegehren und Volksentscheide, durch größere Transparenz
des parlamentarischen Geschehens und der Entscheidungen der Verwaltung
auf allen Ebenen. Die PDS fordert die Einsetzung eines/einer Bürgerbeauftragten.
Wir wollen, dass Sie unserer
Politik den Rücken stärken. Sie fällen damit eine klare
inhaltliche Entscheidung – für uns und gegen bloß taktische
Partnerschaften der Macht. Denn es geht um mehr als »Schadensbegrenzung
« in der Alltagspolitik.
Soziale Gerechtigkeit ist
Grundbedingung für eine wirklich moderne Politik. Lassen Sie uns die
neuen Chancen nutzen, damit sie zu Chancen für alle werden, für
Frauen wie für Männer, für Junge wie für Alte, für
Menschen mit Behinderungen und für ausländische Mitbürgerinnen
und Mitbürger.
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