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    Eine kurze Bilanz zur Tätigkeit 
    der PDS-Landtagsfraktion im Jahr 2003
     
    • Widerstand gegen die Kürzungen im Bereich der Kinderbetreuung war und ist zentrales Anliegen. So initiierte die PDS-Landtagsfraktion ein breites „Bündnis für ein kinder- und jugendfreundliches Sachsen-Anhalt“, das heute ein Volksbegehren gegen das geltende Kinderförderungsgesetz trägt. Fortführung der Jugendpauschale, Erhalt der Schulsozialarbeit, eine flexible und kinderfreundliche Schulentwicklungsplanung, Einführung einer Ausbildungsplatzumlage für mehr Lehrstellen – all dies steht für weitere realisierbare Alternativen, die von der PDS-Landtagsfraktion entwickelt wurden. 
    • Die Gestaltung der Hochschullandschaft des Landes ist ein bedeutsamer Zukunfts- und Innovationsfaktor. Im engen Zusammenwirken mit den Hochschulen, den Studierenden setzt sich die PDS energisch für den Erhalt der Leistungspotentiale der Hochschulen des Landes ein, für ihre ausreichende Finanzierung, für demokratische und innovationsfördernde Strukturen der Einrichtungen selbst. Die PDS fordert entschieden die Beibehaltung des Verbots von Studiengebühren. 
    • Die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge ist eine zentrale Aufgabe der Kommunen. Grundlage sind ausreichende Kommunalfinanzen, für die sich die PDS bis in die Haushaltsberatungen hinein eingesetzt hat. Vorschläge für eine wirksame Gemeindefinanzreform gehören ebenso dazu wie Alternativen zu Privatisierungen in diesem Bereich, beispielsweise bei der Trinkwasserversorgung. Der Entwurf eines Gesetzes zur Wiederherstellung der kommunalen Handlungsfähigkeit – den Kommunen sollten befristet erweiterte finanzielle Handlungsspielräume für ihre Haushaltsaufstellung eingeräumt werden – wurde abgelehnt, um später in modifizierter Form von der Landesregierung auf den Weg gebracht zu werden. 
    • Alle Vorschläge und Initiativen der PDS für eine effektive kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform wurden ignoriert. Hier herrscht unverändert ein Chaos, das sich bis zur Verabschiedung des Landeshaushaltes 2004 und darüber hinaus manifestiert. Von der PDS geforderte Klarheit zum Aufbau des Landesverwaltungsamtes oder zur Entwicklung im Bereich des Landespersonals wurde bis zum heutigen Tage nicht geschaffen. 
    • Im Interesse der öffentlichen Sicherheit wandte sich die PDS gegen den Stellenabbau bei der Polizei, vor allem mit Blick auf deren Flächenpräsenz. Im Interesse der Polizistinnen und Polizisten lehnte die PDS geplante Änderungen im Landespersonalvertretungsgesetz, Beamtengesetz und bei der freien Heilfürsorge ab. 
    • Erhalt und Sicherung demokratiefördernder Strukturen und Institutionen wie des Vereins „Miteinander e.V.“ bleibt für das Land von zentraler Bedeutung. Die PDS wandte sich – hoffentlich erfolgreich – gegen den Versuch der Zerschlagung des Vereins. Eine Reihe von rechtsextremistischen Aktivitäten im Lande wurde von der PDS in die Öffentlichkeit gebracht. Gemeinsam mit dem IVVdN kämpft die PDS für den Erhalt der „Mahn- und Gedenkstätte Konzentrationslager Schloss Lichtenburg“.Mehr Transparenz und demokratische Beteiligungsmöglichkeiten für Bürderinnen und Bürger soll das von der PDS in den Landtag eingebrachte Informationszugangsgesetz ermöglichen.Ein von der PDS gefordertes Referendum zu einer Europäischen Verfassung wurde von einer Mehrheit im Landtag abgelehnt. 
    • Als klaren Erfolg ihrer Arbeit wertet die PDS-Landtagsfraktion die Verlängerung der Antragsfristen für Opfer der Flutkatastrophe des Jahres 2002. 
    • Rechte von Menschen mit Behinderungen und von Menschen in sozialen Notlagen waren Gegenstand einer Reihe von Initiativen der PDS-Landtagsfraktion. Dazu zählt u.a. die öffentlich breit wahrgenommene Vorstellung der Studie „Barrierefreiheit in Sachsen-Anhalt“. 
    • Eine von der PDS vorgeschlagene Reform der Wirtschaftsförderung in Sachsen-Anhalt blieb – von zahllosen regierungsoffiziellen Ankündigungen – bislang aus. Gerade hier bestünde die Möglichkeit, dringend benötigte Arbeitsplätze im Lande zu sichern und neu zu schaffen. Konkrete Gestaltungsvorschläge für die Zukunft des ländlichen Raums in Sachsen-Anhalt befinden sich in der öffentlichen Diskussion.Die PDS entwickelte Vorschläge für einen sinnvollen Stadtumbau und eine effektive Wohnungswirtschaft. Zentrale Forderung bleibt hier die Streichung aller Altschulden für die Wohnungsgesellschaften. 
    • Mehrfach unternahm die PDS Versuche, die – faktisch – gescheiterte „Initiative Mitteldeutschland“ voranzutreiben und den Landtag wie die Öffentlichkeit an ihrer Ausgestaltung zu beteiligen. 

    • Mit zahlreichen parlamentarischen wie außerparlamentarischen Initiativen wandte sich die PDS-Landtagsfraktion gegen den Irak-Krieg und gegen die militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide.
 
 
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update 29.12.03
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