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Masterplan bis KIEZ
PDS-Sprecher zu Tourismus fordern gezielte Förderung des wichtigen
Wirtschaftszeiges

Vom Entwurf des Masterplans zum Tourismus bis zu
Entwicklungsmöglichkeiten des Kinder- und Jugendtourismus reichte die
Palette der Themen, zu deren Diskussion Harry Czeke, der
tourismuspolitische Sprecher der PDS-Landtagsfraktion von
Sachsen-Anhalt, seine Amtskollegen aus den anderen Landtagen und die
anderen Mitglieder des PDS-Arbeitskreises Tourismuspolitik Anfang
Dezember nach Magdeburg eingeladen hatte.
Harry Czeke konnte als Gäste auch Frau Schwerdtner von der
Landesmarketinggesellschaft und Frau Fischer vom Regionalen
Tourismusverband Altmark aus Tangermünde begrüßen. Beide informierten
die Runde über ihre spezifischen Vorhaben zur Tourismusentwicklung.

Lebhaft diskutiert wurde der Ansatz, mit dem Masterplan noch mehr
einzelne Aktivitäten bündeln zu wollen.  
Mit der Vorstellung eines Entwurfs kann das aber nicht getan sein. 
Ich erwarte, dass die Landesregierung sehr schnell das Gespräch mit den Regionalverbänden
sucht, stellte Harry Czeke fest. Auch die jüngsten Mittelkürzungen im
Landeshaushalt sind wohl kaum geeignet, den Masterplan auf die
Erfolgsschiene zu bringen.
Kritische Stimmen gab es zur Förderpolitik, da reine Projektförderung
sehr oft eine stabile Arbeit der Verbände gefährdet. Zumindest ein
Grundstock an Personal sollte immer mit gefördert werden.
Erläuterungen zur Situation des Kinder- und Jugendtourismus zeichneten
doch ein bedenkliches Bild, bedingt auch durch die Regelung, dass
Klassenfahrten nur noch aller zwei Jahre durchgeführt werden dürfen.
Einig waren sich die Teilnehmer in der Einschätzung, dass dieses
Tourismussegment weit mehr Aufmerksamkeit verdient.

Tourismus ist für die neuen Bundesländer ein zunehmend wichtiger
Wirtschaftszweig, der hohe Beschäftigungswirkung hat und auch deshalb
einer weiteren gezielten Förderung durch die Länder bedarf. Die
Entwicklung bestimmter Themen wie Wassertourismus oder Urlaub auf dem
Land, gerade in der Altmark, kommt dabei dem Nutzertrend entgegen und
trägt in den Ländern zunehmend Früchte. Trotzdem bleibt noch viel zu
tun, gerade was die Stabilisierung der Förderung und die Zusammenarbeit
der Länder betrifft. Dieses Fazit zog Rosel Neuhäuser, die
tourismuspolitische Sprecherin der ehemaligen PDS-Bundestagsfraktion und
Leiterin des Arbeitskreises.

Mageburg, 7. Dezember 2003
 
 
 

 
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