CDU beschließt
Abschied von der Solidarität
Auf ihrem Bundesparteitag
hat die CDU gestern einen radikalen Schnitt in die Sozialsysteme beschlossen.
Dazu erklärt die Landesvorsitzende der PDS, Rosemarie Hein:
„Man mag nicht mit allen
Aussagen des Altministers Norbert Blüm übereinstimmen, aber an
dieser Stelle hat er ausgesprochen Recht: Mit ihrer Entscheidung zur Kopfpauschale
hat sich die CDU in unglaublicher Einmütigkeit vom Prinzip der Solidarität
als Grundlage für den Sozialstaat verabschiedet. Mit der Kopfpauschale
werden Durchschnittsverdiener und geringer Verdienende zu Bedürftigen,
die für ihre Gesundheitsvorsorge von Leistungen des Staates abhängig
sind. Besser Verdiendende dagegen werden weiter entlastet. Das ist in hohem
Maße unsozial und genau so zu verurteilen wie die chirurgische Schnippelei
der SPD an den sozialen Sicherungssystemen, die ebenfalls zu Lasten der
unteren und mittleren Einkommensgruppen geht.
Es gibt eine Alternative
zu beidem! Die PDS hat in ihrer „Agenda Sozial“ solche Alternativen vorgelegt,
die sich konsequent am Prinzip der Solidarität orientieren und für
alle eine tragbare Belastung konzipieren. Dabei sollen gesundheitliche
Vor- und Fürsorge eben nicht in Abhängigkeit vom Geldbeutel der
Betroffenen, sondern nach medizinischer Indikation, und nur danach, zugänglich
sein. Die fortschreitende Entsolidarisierung der Gesellschaft ist nicht
ohne Alternative!
Magdeburg, 02. Dezember 2003
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