Koalition erhöht
nochmals Einspardruck auf die Hochschulen des Landes um 1,4 Mio. Euro -
Ministerversprechen zur stabilen Finanzierung gebrochen
In der Bereinigungssitzung
des Finanzausschusses zum Landeshaushalt 2004 haben CDU und FDP die Hochschuletats
des Landes weiter gekürzt.
Die Kürzungen beim
Weihnachtsgeld für Beamte und die tariflich vereinbarten Kürzungen
für Angestellte im Bereich der Hochschulen wurden von der Landesregierung
sofort als Kürzungsgrund für die Hochschulbudgets genutzt. Damit
sinken die Haushaltsansätze für die Hochschulen bereits 2004
unter 90 % des Vorjahres. Auch die dem Minister zur Verfügung stehenden
10 % der Hochschulmittel werden anteilig gekürzt, obwohl Herr Olbertz
immer versicherte, dass in den Jahren 2004/05 den Hochschulen insgesamt
die gleiche Geldsumme zur Verfügung steht wie 2003.
Darüber hinaus werden
die Mittel im Bereich der Hochschulen um weitere 1,4 Mio. € gekürzt.
Diese Summe ist Bestandteil einer spezifischen globalen Minderausgabe für
das Kultusministerium in Höhe von 3,9 Mio. €. Sie sollte dadurch
erwirtschaftet werden, dass die Universitäten die Sozialversicherungsbeiträge
für ihre Angestellten für den Dezember 2004 erst im Januar 2005
zahlen und somit das Geld erst im Haushalt 2005 gebraucht wird. Jetzt ist
laut Aussage des Kultusministeriums dieses Geld den Universitäten
bereits abgezogen worden, die globale Minderausgabe bleibt jedoch bestehen
und muss trotzdem im Kultusministerium erwirtschaftet werden.
Dies wird letztlich nur
durch die Kürzungen der Mittel für die Hochschulen (0602 TGr.
86) gehen. Damit wird dieses Geld den Hochschulen doppelt abgezogen.
Dazu sagt Dr. Petra Sitte,
Fraktionsvorsitzende und wissenschaftspol. Sprecherin: „Wiederum werden
bei der Hochschulfinanzierung Zusagen durch die Landesregierung unterlaufen.
Der Einspardruck auf die Hochschulen wird permanent erhöht. Sachsen-Anhalt
ist dabei, seine Chancen als Wissenschaftsstandpunkt zu verspielen.“
Dr. Thomas Drzisga
Pressesprecher
Magdeburg, 28. November 2003
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