Landesregierung wird
sich bei Schulentwicklungsplanung weiterhin keinen Schritt bewegen - PDS
sieht Bildungslandschaft gefährdet
Der Ausschuss für Bildung
und Wissenschaft hat in seiner heutigen Sitzung eine Beschlussempfehlung
zu den Gesetzentwürfen zur Schulentwicklungsplanung erarbeitet. PDS
und SPD konnten sich dabei auf Kompromisse einigen. Aber dennoch wurden
alle vorgeschlagenen Regelungen mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.
Es muss damit gerechnet werden, dass sich ihre Haltung auch in der Plenarberatung
im Dezember nicht ändern wird. Dazu erklärt Rosemarie Hein, bildungspolitische
Sprecherin ihrer Fraktion:
„Die Koalitionsfraktionen
und die Landesregierung sind nach wie vor nicht bereit, sich auch nur einen
Schritt zu bewegen. Statt dessen werden Szenarien an die Wand gemalt, die
weder durch den Gesetzentwurf der PDS-Fraktion noch die Initiative „Schule
vor Ort“ angestrebt wurden, nämlich dass kleinste Schuleinheiten entstünden,
die noch dazu über viele Jahre in Ungewissheit vor sich hindümpelten.
Das ist geradezu eine Irreführung.
Unser Ziel ist ein stabiles,
leistungsfähiges und in vernünftiger Weise erreichbares Schulnetz,
dass auch in den ländlichen Regionen allen solide Bildungschancen
garantiert, nicht in Ungewissheit sondern mit klaren Planungsgrundlagen,
allerdings unter dauerhaft veränderten Parametern.
Was jetzt die Landesregierung
ins Visier nimmt, ist ein nie da gewesener Kahlschlag, der sich allein
aus sinkenden Schülerzahlen nicht begründen lässt und erhebliche
negative Folgen für die Bildungslandschaft zeitigen wird.
Verlierer werden insbesondere
jene Kinder und Jugendlichen sein, die auf dem Lande wohnen und deren Familienbudgets
es nicht zulassen, günstige individuelle Lösungen zu finden.
Die PDS wird daher auch künftig auf Nachteilsausgleich, gute Entwicklungsbedingungen
für Bildung und individuelle Förderung drängen.“
Magdeburg, 26. November 2003
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