Homosexualität eines
Sechzehnjährigen durch Staatsschutzbeamte schamlos ausgenutzt - Ermittlungsmethoden
sind ungeheuerlich
Während des sogenannten
Terroristen-Prozesses in Halle stellte sich heraus, dass Beamte des Staatsschutzes
einen Sechzehnjährigen damit zur Aussage gezwungen haben, in dem sie
ihn mit seiner Homosexualität erpressten. Das ist ungeheuerlich.
Hier wird mit Methoden gearbeitet,
die an das Mittelalter erinnern. Es ist nicht zu fassen, dass in einer
aufgeklärten Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland es möglich
ist, dass Vertreter der Staatsgewalt mit solchen Mitteln arbeiten.
Dieses Vorgehen ist aufs
Schärfste zu verurteilen. Der entsprechende Beamte ist unverzüglich
vom Dienst zu suspendieren. Solche Methoden dürfen zu keinem Zeitpunkt
Bestandteil einer demokratisch verfassten Gesellschaft wie der Bundesrepublik
sein.
Matthias Gärtner
Lesben- und Schwulenpolitischer
Sprecher
Magdeburg, den 26. November
2003
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