Aufbau des Landesverwaltungsamtes
finanziell undurchsichtig, planlos und am Parlament vorbei PDS beteiligt
sich nicht an Abstimmung
Die PDS-Fraktion kritisiert
scharf den bisherigen Verlauf des Aufbaus des Landesverwaltungsamtes. Dieser
Aufbau ist geprägt durch ein heilloses Durcheinander, Undurchsichtigkeit
und dadurch, dass wichtige Prozesse an den parlamentarischen Gremien
vorbei vollzogen werden.
Die PDS ist nicht mehr bereit, dies widerspruchslos hinzunehmen. Einmal
mehr ist die PDS durch den Verlauf der heutigen Sitzung des Ausschusses
für Inneres zu dieser Auffassung gelangt.
Zur abschließenden
Beratung des Haushaltes des Innenministeriums, in welchem auch das Landesverwaltungsamt
finanziell verankert ist, legten die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP
einen 84seitigen Änderungsantrag am gestrigen Abend vor. Eine sachgerechte
Beratung war aus Sicht der PDS deshalb nicht möglich, dem Wunsch,
die Beratung auf einen anderen Termin in dieser Woche zu legen, lehnten
CDU und FDP mit ihrer Mehrheit ab.
Zugleich werden finanzielle
Beträge nicht im Haushalt veranschlagt. Der vom Landesrechnungshof
geschätzte und von der Landesregierung bestätigte Bedarf
für Trennungs- und Umzugskosten in Höhe von 1, 7 Millionen Euro
einschließlich der
Deckungsquelle ist wiederum
nicht im Innenhaushalt haushalterisch verankert. Damit wird dem Prinzip
der Haushaltswahrheit und – klarheit widersprochen, und Haushaltsberatungen
im Parlament sind letztlich eine Farce. Die PDS hat sich deshalb nicht
an der Abstimmung dazu beteiligt.
Die PDS fordert die Landesregierung
auf, die permanente Verletzung der parlamentarischen Rechte zu beenden
und das Parlament umfassend über alle Vorgänge im Zusammenhang
mit dem Aufbau des Landesverwaltungsamtes zu informieren. Zugleich wird
sich die PDS an den Ältestenrat des Landtages wenden, um die Einhaltung
der Prinzipien einzufordern.
Matthias Gärtner, MdL
Gerald Grünert, MdL
Dr. Helga Paschke, MdL
Mitglieder im Ausschuss
für Inneres
Magdeburg, den 12. November
2003 |