100 000 Teilnehmer gegen
Sozialabbau - ein ermutigender Auftakt!
Zum Ergebnis der Demonstration
gegen den Sozialabbau in Deutschland am 1. November in Berlin erklären
die Landesvorsitzende der PDS, Rosemarie Hein und die Fraktionsvorsitzende
der PDS, Petra Sitte:
„Dass am Samstag 100 000
Menschen aus ganz Deutschland in Berlin gegen den von der Bundesregierung
betriebenen Sozialraub auf die Straße gingen, ist ein ermutigender
Auftakt für eine breite Bewegung gegen die so genannten Reformvorhaben
der Bundesregierung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Demonstration
und viele Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht nach Berlin
kommen konnten haben begriffen, dass es bei den Hartz-Gesetzen, der „Gesundheitsreform“
und den angestrebten Rentenreformen um einen unverfrorenen Griff in die
Taschen der Arbeitnehmerinnen, Arbeitslosen und Rentnerinnen und Rentner
geht, den sie nicht so einfach hinnehmen wollen. Dass dies ausgerechnet
noch von einer sozialdemokratischen Regierung ausgeht, schlägt dem
Fass den Boden aus. Die kleinen und mittleren Einkommen werden am stärksten
belastet und zudem die öffentlichen Kassen der Länder, der Kommunen
und des Bundes zusätzlich entleert. Damit sind soziale Ausgleichsmaßnahmen,
die Finanzierung von Bildung, Wissenschaft und Kultur, von Beratungsangeboten
und sozialen Diensten, für die öffentliche Mittel unabdingbar
sind, akut gefährdet. Eine solche Regierung gehört selbst eingespart,
sie leistet nichts für eine gerechte Verteilung des immerhin beträchtlichen
gesellschaftlichen Reichtums. Reformen sind nötig, aber gerecht geht
anders. Die PDS hat solche, auch radikale Vorschläge mit ihrer „Agenda
sozial“ auf den Tisch gelegt. Wir werden in den nächsten Wochen diese
Vorschläge in die Öffentlichkeit tragen und mit all denen, die
nicht bereit sind, die Kahlschlagpolitik der Bundesregierung hinzunehmen
zusammen arbeiten, damit der Protest nicht nachlässt.
Magdeburg, 02. November 2003
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