Kommunalwahlen in Brandenburg
– eine Herausforderung an die PDS
Zu den Ergebnissen der PDS
bei der Kommunalwahl in Brandenburg erklärt die Landesvorsitzende
der PDS Sachsen-Anhalt, Dr. Rosemarie Hein:
„ Bei den Kommunalwahlen
in Brandenburg konnte die PDS insgesamt ihr Wahlergebnis stabilisieren.
Das zeugt davon, dass die Wählerinnen und Wähler das hohe kommunalpolitische
Engagement und die konkrete Arbeit vor Ort der Kreistagsfraktionen, der
Stadt- und Gemeinderäte der PDS anerkennen. Dennoch ist festzustellen,
dass die Bürgerinnen und Bürger mit einer erschreckend niedrigen
Wahlbeteiligung deutlich gemacht haben, dass sie der Politik und den etablierten
Parteien nicht mehr vertrauen. Zu stark schlugen in den letzten Jahren
die Kürzungen der Kommunalfinanzen auf die Handlungsspielräume
der Kommunen durch. Zudem sehen die Bürgerinnen und Bürger zu
Recht einen engen Zusammenhang zwischen der Bundespolitik und der Politik
vor Ort.
Diesem Vertrauensverlust
muss von allen Parteien durch eine stärker auf die Interessen der
Menschen orientierte Politik entgegen gewirkt werden.
Die PDS hat auf ihrem Bundesparteitag
am Wochenende ein Programm beschlossen, das diesen Grundsatz enthält.
Es kommt nun darauf an, ihn auch in der praktischen PDS-Politik auf allen
Ebenen zu untersetzen.
In Brandenburg stellt die
PDS künftig in 3 kreisfreien Städten die stärkste Fraktion.
Diesem großen Vertrauensvorschuss müssen die Stadträtinnen
und Stadträte der PDS auch unter den Bedingungen schwieriger Haushaltslage
gerecht werden.
Die Ergebnisse der Kommunalwahl
in Brandenburg sind nicht nur ein Stimmungstest für die Bundespolitik
geworden. Wir verstehen sie auch als Herausforderung an PDS-Politik, um
endlich Alternativen zur gegenwärtigen Politik der Sozialkürzungen
möglich zu machen.
Magdeburg, 27.10.2003
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