PDS-Mandatsträger:
Pläne der Landesregierung
kein Fortschritt für kommunale Ebene
Mandatsträger der PDS
aus Kreistagen und Gemeinderäten des Landes diskutierten den Gesetzentwurf
zur Fortentwicklung der Verwaltungsgemeinschaften und zur Stärkung
der gemeindlichen Verwaltungstätigkeit.
Fazit ist, dass der von der
Landesregierung eingebrachte und zur Verabschiedung in der nächsten
Landtagssitzung vorgesehene Gesetzentwurf zur Fortentwicklung der Verwaltungsgemeinschaften
und zur Stärkung der gemeindlichen Verwaltungstätigkeit den Namen
Verwaltungsmodernisierung sowie Gebietsreform an der unteren kommunalen
Ebene nicht verdient. Wenn sich Gemeinden für die Fortsetzung
des Modells gemeinsames Verwaltungsamt entscheiden, werden lediglich Verwaltungsgebiete
vergrößert, um die Einwohnerzahlen zu erreichen. Es kommt zu
keiner Kosteneinsparung, die Probleme des Bau- und Ordnungsrechtes sind
immer schwerer zu handhaben.
Eine Aufgabenverlagerung
von der kreislichen auf die gemeindliche Ebene findet nur marginal statt.
Die in den Vorschaltgesetzen
der vorangegangnen Wahlperiode verankerten Gedanken der Verwaltungsvereinfachung,
der Kosteneinsparung und der Bürgernähe finden in diesem Gesetz
keine Beachtung. Die bereits 1993/94 zu kurz gedachte Reform an der unteren
kommunalen Ebene findet mit diesem Gesetz seine Fortsetzung.
Magdeburg, 18. Oktober 2003
Ria Theil
kommunalpol. Sprecherin
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