Landesregierung widerruft
wichtige Teile des eigenen Haushaltsplanentwurfes
In der heutigen Debatte des
Finanzausschusses zur Zukunft der Liegenschaftsverwaltung überraschte
der Finanzminister den Finanzausschuss mit substanziellen Änderungen
in der Landesverwaltung, die bereits in nächsten Haushaltsjahr realisiert
werden sollen, ohne dass sie ihren Niederschlag im Haushaltsplanentwurf
oder in der Haushaltseinbringung der Landesregierung gefunden haben.
Vor allem die vorgesehene
Eingliederung der Staatshochbauverwaltung in das Bauministerium (bisher
Finanzministerium) ist eine so grundlegende Änderung, dass diese Bestandteil
eines Gesetzes zum Umbau der Landesverwaltung sein müsste, zumal dieser
Bereich ein Jahr später in einen Landesbetrieb umgewandelt werden
soll.
Darüber hinaus kündigt
die Landesregierung die Bildung eines Landesbetriebes zur Liegenschaftsverwaltung
an, ohne die entsprechenden Unterlagen für den Haushalt 2004 vorbereitet
zu haben.
Die PDS protestiert gegen
diese unüberlegte und unkoordinierte Vorgehensweise im Bereich der
Verwaltungsreform. Hier besteht die akute Gefahr, dass solch Handeln eher
zur Behinderung der Verwaltung als zur Steigerung ihre Effizienz führt.
Die Auseinandersetzungen
um diese Punkte waren so umfangreich, dass die Einbringung des Haushaltsplans
2004 durch die Landesregierung auf die nächste Ausschusssitzung am
Montag, 20.10.2003, verschoben werden musste.
Wulf Gallert
Parlamentarischer Geschäftsführer
Magdeburg, 16. Oktober 2004
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