Mit Verlaub, Herr Altkanzler
- das ist zum Kotzen!
Die Einheitsfeierlichkeiten
sind noch nicht verklungen, da fühlt sich Altkanzler Helmut Schmidt
berufen, kräftig nachzulegen. Er wettert über Jammerei und Klagen
im Osten, nimmt die Rentenhöhe als Kronzeugin für seine Übelkeit.
Schmidt beweist damit ein weiteres Mal, daß er vom Osten, von den
neuen Bundesländern schlicht keine Ahnung hat, sonst wüßte
er etwas über unterschiedliche Arbeits- und Erwerbsbiographien. Und
damit auch über die Höhe von Renten. Herr Schmidt sollte sich
für diese Äußerungen öffentlich entschuldigen.
Aber das ist eher noch die
verbale Entgleisung: Er fordert, das Betriebsverfassungsgesetz und das
Tarifgesetz auszuhebeln. Im Osten natürlich. Er will damit nicht weniger
als die Aushöhlung der grundgesetzlich garantierten Tarifautonomie.
Er findet sich hier in einem weiten politischen Spektrum wieder, das von
CSU bis SPD reicht. Natürlich nicht in den Sonntagsreden.
Das ist das eigentliche Warnzeichen!
Der Osten soll weichgeklopft werden für sogenannte Reformen, er soll
de facto auf Dauer abgekoppelt werden. 13 Jahre nach der deutschen Einigung
ist das ein starkes Stück! Die PDS Sachsen-Anhalt lehnt das
in aller Entschiedenheit ab!
Es bleibt dabei - Widerstand
ist angesagt, Widerstand ist nötig!
Magdeburg, 12. Oktober 2003
Dr. Petra Sitte, Fraktionsvorsitzende
Dr. Rosemarie Hein, Landesvorsitzende
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