PDS für flexiblere
Schulentwicklung in Sachsen-Anhalt, ländliche Regionen dürfen
nicht veröden
Die Fraktion greift Forderungen
der Initiative „Schule vor Ort“ auf. Sie hat am Dienstag, dem 07.10.2003
auf ihrer Sitzung einem Gesetzentwurf zugestimmt, der auf Veränderungen
in der Schulentwicklungsplanung gerichtet ist.
Im Anschluss an die Sitzung
erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Rosemarie
Hein:
„Mit unserer Gesetzesinitiative
wollen wir verlässliche Planungsgrundlagen für die Schulentwicklung
in Sachsen-Anhalt schaffen, die geeignet sind, auf die besonderen Probleme
im Lande flexibel zu reagieren.
Grundgedanke ist eine engere
Verknüpfung von regionaler und Schulentwicklungsplanung mit dem Ziel,
ein stabiles und leistungsfähiges Schulnetz im Lande zu schaffen und
zu erhalten, das allen gleiche Bildungschancen gewährleistet.
In diesem Sinne fordert die
PDS, in Grundzentren, denen in der Regionalplanung ein Sekundarschulstandort
zugewiesen wird, Sekundarschulen auch mit 180 Schülerinnen und Schülern
dauerhaft zu genehmigen. Bis jetzt sind dafür mindestens 240 Schülerinnen
und Schüler erforderlich.
Auch für Gesamtschulen
und Gymnasien sollen keine höheren Hürden mehr aufgestellt werden
als bei Sekundarschulen. Damit werden Gesamtschulen und Gymnasien genehmigungsfähig,
wenn in ihnen mindestens 360 Schülerinnen und Schüler in den
Schuljahrgängen 5 bis 10 lernen, bisher sind 450 erforderlich.
Angesichts der dramatischen
demografischen Situation sollen darüber hinaus Schulen erhalten werden,
die nur zeitweilig die Mindestschülerzahlen unterschreiten.
Vor allem für die weitere
Perspektive der ländlichen Räume hält die Fraktion diesen
Schritt für unumgänglich. Einer drohenden Verödung ganzer
Regionen muss auf verschiedenen politischen Ebenen entgegengewirkt werden.
Die PDS-Fraktion zählt
auch darauf, dass sich weitere Abgeordnete dem Gedanken anschließen
können. Eine parteienübergreifende Initiative wäre gewiss
sinnvoll, vernünftig und der Sache angemessen.“
Magdeburg, 7. Oktober 2003
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