PDS fordert: abenteuerlichen
Sparkurs in Wissenschaft und Bildung aufgeben, zielklare Weiterbildung
für Lehrerinnen und Lehrer und ausreichend Lehrerstudienplätze
an den Unis im Land
Zu Meldungen über akuten
Lehrermangel an Sekundarschulen und Gymnasien in der heutigen Mitteldeutschen
Zeitung erklärt die bildungspolitische Sprecherin der PDS-Landtagsfraktion,
Rosemarie Hein:
„Die akuten Engpässe
in Mangelfächern sind nicht neu. Sie werden sich weiter verschärfen,
wenn nicht deutlich mehr Anstrengungen von Seiten des Landes unternommen
werden, Lehrerinnen und Lehrern attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten
zu eröffnen.
Darüber hinaus macht
die Lehrkräftenot in bestimmten Fächern jetzt schon deutlich,
was in einigen Jahren auf uns zukommen wird, wenn noch weit mehr Lehrerinnen
und Lehrer in den Ruhestand treten. Wird so weiter gewurstelt wie bisher,
werden Absolventinnen und Absolventen der Lehramtsstudiengänge lange
nicht in der erforderlichen Zahl zur Verfügung stehen.
Die PDS wiederholt daher
nachdrücklich ihre bereits im Landtag erhobenen Forderungen, neben
einem zielklaren Weiterbildungsprogramm, das ordentlich gesteuert ist und
sich auch finanziell lohnen muss, ausreichend Ausbildungsplätze für
Lehrämter an beiden Universitäten im Land zur Verfügung
zu stellen und vor allem solide auszufinanzieren, eine Offensive zur Studienwerbung
für den Lehrerberuf zu beginnen und die Pläne zur Umgestaltung
der Staatlichen Seminare für Lehrämter nochmals zu überdenken.
Im Grunde muss der abenteuerliche, nicht sachgerecht untersetzte Sparkurs
bei den Hochschulen, auf dem Gebiet von Bildung, Wissenschaft und Kultur
insgesamt, aufgegeben werden, soll das Land wirklich Zukunftsfähigkeit
erlangen.“
Magdeburg, 06. 10. 2003
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