Daehre-Ministerium hat
bei Fluthilfe vollständig versagt
Die Tatsache, dass erst jetzt
auf die völlig unbefriedigende Situation bezüglich des Bearbeitungs-
und Auszahlungsstandes bei der Flutopferhilfe insbesondere beim privaten
Wohneigentum reagiert wird, zeigt, dass das Bauministerium und der zuständige
Minister damit völlig überfordert sind.
Seit Monaten haben Betroffene
und die PDS in den entsprechenden Gremien darauf aufmerksam gemacht, dass
die Bearbeitungs- und Auszahlungspraxis bürokratisch und zu langsam
ist. Daraufhin erfolgte keinerlei Reaktion. Die Verzögerung wird dazu
führen, dass viele dringend erforderliche Investitionen in diesem
Jahr nicht realisiert werden können. Des weiteren werden viele Häuser
einen weiteren Winter nicht saniert werden können und erleiden dadurch
weiteren Schaden.
Politisch trägt für
diese missliche Situation Bauminister Daehre die Verantwortung. Er sollte
statt wöchentlich an mehreren Straßeneinweihungen im Land teilzunehmen
die notwendige Feinarbeit in seinem Ministerium leisten und dafür
Sorge tragen, dass die Menschen in den betroffenen Flutgebieten endlich
an die entsprechenden Fluthilfegelder unbürokratisch gelangen.
Die PDS erwartet, dass Minister
Daehre unverzüglich im zeitweiligen Ausschuss Hochwasser des Landtages
einen Maßnahmeplan vorlegt, in dem klar und eindeutig festgelegt
wird, wie endlich Bewegung in diesen unbefriedigenden Zustand kommt, um
die Sanierung des von der Flut zerstörten privaten Wohneigentums nachhaltig
zu beschleunigen.
Matthias Gärtner
Magdeburg, den 20. September
2003
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