Steht KZ-Gedenkstätte
Schloss Lichtenburg in Prettin (Landkreis Wittenberg) vor der Schließung?
Landesmittel in diesem
Jahr nicht abgerufen - Neugestaltung der Gedenkstätte gestoppt
Der Stopp der Umbau- und
Sanierungsmaßnahmen der KZ-Gedenkstätte Schloss Lichtenburg
in Prettin (Landkreis Wittenberg) hängt offensichtlich damit zusammen,
dass aufgrund der finanziellen Situation des Landkreises Wittenberg, welcher
Träger der Gedenkstätte ist, die Zukunft der Gedenkstätte
völlig offen ist. Es gibt Überlegungen, diese Gedenkstätte
zu schließen. Für die Neugestaltung der Gedenkstätte sind
für dieses und die kommenden Jahre mehrere hunderttausend Euro in
den Haushalt des Landes eingeplant.
Es wäre ein einmaliger
Vorgang in der Geschichte, dass eine KZ-Gedenkstätte aus finanziellen
Gründen geschlossen wird. Das KZ Schloss Lichtenburg war eines der
ersten Konzentrationslager der Nazis in Deutschland. Forschungen der letzten
Jahre haben ergeben, dass die Lichtenburg von überregionaler Bedeutsamkeit
ist.
Um diesen Umstand gerecht
zu werden, fordert die PDS-Fraktion im Landtag die Landesregierung und
den Landkreis auf, die Trägerschaft der Gedenkstätte endlich
auf sichere Füße zu stellen, damit die Gedenkstätte langfristig
gesichert ist und die notwendige Umgestaltung der Gedenkstätte beginnen
kann. Landkreis und Land müssen sich an dieser Trägerschaft beteiligen.
Zugleich fordert die PDS,
dass in der Gedenkstättenkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt der
KZ-Gedenkstätte Schloss Lichtenburg eine größere Bedeutung
eingeräumt wird.
Matthias Gärtner, MdL
innenpolitischer Sprecher
Magdeburg, den 9. September
2003
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