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Sicherheitsbehörden haben jahrelang Treiben der Naziband „Skinheads Sachsen-Anhalt“ ignoriert
 

Die PDS-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt wirft den Sicherheitsbehörden und der Landesregierung vor, jahrelang das Treiben der Naziband „Skinheads Sachsen-Anhalt“ ignoriert zu haben. Offensichtlich musste es erst wieder einen schwer Verletzten geben, damit die Behörden des Landes handeln. Dafür spricht zumindest die Tatsache, dass erst nach dem Überfall von Neonazis auf den Halberstädter Club „Zora“ gegen diese Naziband vorgegangen wird. 

Die Band „Skinheads Sachsen-Anhalt“ hat im ersten Halbjahr 2003 bei mindestens 3 rechten Skinheadkonzerten mit zum Teil weit über 100 Teilnehmern ihre gewaltverherrlichende CD „Der Kampf hat begonnen“ vorgestellt. Dieses ist die 2. CD, die von dieser Naziband über den Neonaziversand „Barbarossa“ von dem szenebekannten Enrico Marx aus Sangerhausen vertrieben wird. 

Die PDS fordert die Landesregierung auf, endlich entschiedener gegen solche Nazibands und deren Konzerte vorzugehen. Diese Aktivitäten dienen zur Organisation der Naziszene. Zudem erwartet die PDS, dass die CD’s dieser Band auf den Index gesetzt werden und somit ein Vertrieb strafbar ist. 
 

Matthias Gärtner, MdL                                 
Innenpolitischer Sprecher der PDS 
 

Magdeburg, den 2. September 2003
 
 

 
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