Keine Privatisierungen
bei der Polizei auf Kosten der Sicherheit
Die PDS-Fraktion im Landtag
von Sachsen-Anhalt lehnt Privatisierungen bei der Polizei, die auf Kosten
der öffentlichen Sicherheit im Land gehen, ab. Die jetzt in die Öffentlichkeit
gelangten Pläne des Innenministers, in der Polizeiverwaltung im Bereich
der Kantinen, der Autowerkstätten und der Gebäudereinigung Privatisierungen
vorzunehmen, wird die PDS auf Grundlage dieses Grundsatzes genau prüfen.
Die PDS fordert den Innenminister auf, unverzüglich den Innenausschuss
über seine Pläne umfassend zu informieren.
So ist bei der Privatisierung
der Autowerkstätten zu fragen, ob dadurch wirklich eine Effizienzsteigerung
bzw. Kostenminimierung erfolgt und die Bereitschaft immer gewährleistet
wird. Beispiele in anderen Ländern zeigen, dass dieses nicht der Fall
ist und nunmehr diese Auslagerung aus der Polizeiverwaltung wieder rückgängig
gemacht wird. Auch die geplante Privatisierung der Gebäudereinigung
ist kritisch zu hinterfragen. Da Polizeigebäude besonders aus sicherheitstechnischen
Gründen besonders sensible Einrichtungen sind, ist zu fragen, ob die
Sicherheit künftig weiterhin in der notwendigen Form gewährleistet
ist.
Zudem dürfen Privatisierungen
nicht dazu führen, das in diesen Bereichen künftig keine Tariflöhne
mehr gezahlt werden, um Kosten zu drücken.
Matthias Gärtner
Innenpolitischer Sprecher
Magdeburg, den 28. Juli 2003
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