PolitikParteiProgrammWahlenLinksemail
AktuellPDS-LandtagsfraktionPDS-LandtagsfraktionPDS-KreisverbändePDS-KreisverbändePDS-onlinePDS im Bundestagbildungsverein-elbe-saale

Berufsausbildung - Landesregierung verhindert Trägersterben nicht
 

Die Jugendberufshilfe befindet sich  im Würgegriff und steht im Sommer 2003 vor  einer schweren Bewährungsprobe. Viele Einrichtungen und Träger bzw. Anbieter  beruflicher Erst- und Weiterbildung müssen erhebliche  Einschränkungen vornehmen, einige im Land  stehen sogar vor dem vollständigen Aus. Zu befürchten ist ein erhebliches Trägersterben, und dies wird für den Arbeitsmarkt und das Fachkräftepotenzial im Lande Folgen haben.

Die Leidtragenden  dieser Situation sind insbesondere die schwächeren, weniger leistungsfähigen Jugendlichen.  Lernbeeinträchtigte, sozial benachteiligte oder behinderte Jugendliche mit unterschiedlichem Förderbedarf sind auf die Angebote der Jugendberufshilfeträger angewiesen, sie sind oft ihre einzige Chance einen Beruf zu erlernen bzw. auszuüben. 
In dieser Situation droht das seit Anfang der 80er Jahre gültige politische Gebot „Qualifizierte Berufsausbildung für alle Jugendlichen“ ausgehöhlt oder gar aufgegeben zu werden. Ein Gegensteuern der Landesregierung ist nicht erkennbar.

Außerdem gehen neben den Arbeitsplätzen, die infolge des abrupten Kurswechsels in der Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung durch Einführung von Bildungsgutscheinen verloren gegangenen sind, nun auch bei den Trägern der Jugendberufshilfe in diesen Wochen Hunderte von Arbeitsplätzen den Bach herunter.
 
Die berufliche Benachteiligtenförderung, so hat das Bündnis für Arbeit 1999 beschlossen, sei eine bildungspolitische Daueraufgabe und für einen seit Jahren wachsenden Personenkreis junger Leute auf lange Sicht  unverzichtbar. Die Vorgabe der Europäischen Union, wonach keinem Jugendlichen eine Berufsausbildung verwehrt und keinem Menschen unter 25 Jahren eine Erwerbslosigkeit von länger als sechs Monaten zugemutet werden soll, wird von seiten der Landesregierung nicht ernst genommen.

Die Landesregierung muss dafür Sorge tragen, dass nicht im Jahre 2004 erneut die Arbeitsämter durch eine dezentrale Mittelbewirtschaftung weitgehend handlungsunfähig sind, wie das in den ersten vier Monaten des Jahres 2003 der Fall war.

Die PDS geht davon aus, dass es  notwendig ist endlich Strukturreformen im Ausbildungs- und Beschäftigungssystem einzuleiten, die allen Jugendlichen, auch den Schwächeren, eine qualifizierte Berufsausbildung bzw. Ausbildungsvorbereitung ermöglicht. Die PDS erwartet von der Landesregierung, dass diese sich aktiver als bisher in diesen Prozeß einmischt und initiativ wird.
 

Britta Ferchland
Ausbildungspolitische Sprecherin

Magdeburg, 25. Juli 2003
 

 
Suchen
Termine
Spenden
Parteireform
Mitglied werden
die Jugend der PDS - Kandidaten
die sozialistische jugend
Frauen in der PDS

update 25.07.03
Seitenanfangzurück