PDS fordert klares Nein
der Landesregierung zum Steuervorschlag
Nach wochenlangem Hin und
Her zwischen einer höheren Neuverschuldung und stärkerem Subventionsabbau
zur Finanzierung der dritten Steuerreformstufe hat sich die Bundesregierung
gestern zu einem Mehr an Schulden entschlossen. Das hatte sich bereits
ebenso lange angedeutet wie die wankelmütigen Reaktionen von CDU und
CSU darauf. Nichts Neues also aus Berlin könnte man meinen. Und doch
– die Diskussion hat eine völlig neue Qualität erreicht, denn
über einen Ausgleich der Steuermindereinnahmen von Ländern und
Kommunen spricht jetzt überhaupt keiner mehr! Offenbar sollen diese
die enorme Summe von über 10 Milliarden Euro allein über eine
Neuverschuldung aufbringen. Das ist der blanke Wahnsinn und völlig
illusorisch, meint die finanzpolitische Sprecherin der PDS-Landtagsfraktion
Dr. Petra Weiher, da bereits jetzt ein Großteil der Kommunen hoffnungslos
überschuldet ist und keinerlei Kredite mehr bewilligt bekommt. Die
Situation der meisten Länder ist nicht besser. Sachsen-Anhalt plant
bereits ohne Steuerpaket eine Neuverschuldung knapp unter einer Milliarde
Euro.
Die PDS-Landtagsfraktion
fordert Ministerpräsident Böhmer und Finanzminister Paque auf,
bei ihrem Nein zu bleiben, da unter diesen Voraussetzungen das Vorziehen
der Steuerreformstufe zu einem Fiasko für Sachsen-Anhalt und seinen
Kommunen wird.
Dr. Petra Weiher
Finanzpolitische Sprecherin
Magdeburg, den 17.7.2003
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