Landesregierung konzeptionslos
- Jugendberufsnot im Land wächst
Der Lehrstellenmarkt ist
eingebrochen, von Flaute kann hier keine Rede mehr sein. Noch nie war die
Situation so schlecht wie in diesem Jahr. 45 % der Bewerber sind bis heute
noch ohne Ausbildungsplatz.
Wir haben den niedrigsten
Stand seit 1990!
Wir alle werden uns noch
an die knackigen Wahlkampfsprüche der Koalitionsfraktionen zu den
Landtagswahlen erinnern. "Höppner geht die Arbeit kommt“, “Mein Papi
soll hier Arbeit finden“ oder ,Abwanderung stoppen". Und nun?
Unter der jetzigen Landesregierung
hat sich die Situation für ausbildungswillige Jugendliche verschlimmert.
Jugendberufsnot ist, wie der Ministerpräsident in einer aktuellen
Debatte im Juni sagte, "kein aktuelles Thema". Das dies für die Landesregierung
nicht aktuell ist, sehen wir nun. Die Landesregierung ist ignorant und
konzeptionslos, das haben Jugendliche nun auszubaden. Sie hat keine Konzepte
damit "auch der junge Papi hier Arbeit findet". Was bleibt von den Sprüchen,
die wir auf den großen Plakaten lesen konnten , es bleibt der bittere
Beigeschmack von "Bauernfängerei".
Der Präsident des Industrieverbandes
BDI, Michael Rogowski, hat die Ausbildungsverweigerung eines Teils der
Wirtschaft als "parasitär" bezeichnet. Ausbilden ist eine gesellschaftliche
Aufgabe, der sich zur Zeit 75 % der Betriebe verweigern. Die Initiativen
des Wirtschaftsministers bestehen darin, das Sonderprogramm hochzuschrauben
und einen Appell an alle Unternehmen zu richten. So kämpferisch sieht
man ihn selten.
Die PDS hat ein Jugendaktionsprogramm
als komplexes Förderprogramm über 4 Jahre in Höhe von insgesamt
40 Mio. € entwickelt, das durch unterschiedliche Projekte aus dem
Bereich der Jugendberufshilfe getragen und mit arbeitsmarktpolitischen
Maßnahmen untersetzt wird.
Die Landesregierung ist latent
überfordert, sie macht eine Strohfeuer-Politik klassischen Stils.
Jugendliche aber bleiben auf der Strecke. Herr Ministerpräsident-
schicken Sie Herrn Rehberger in Rente!
Britta Ferchland; MdL
Ausbildungspolitische Sprecherin
der PDS
Magdeburg, 14.07.2003
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