Gerät Landeshaushalt
an den Rand der Verfassungsmäßigkeit?
Mit einer vorgesehenen Netto-Neuverschuldung
von 960 Mrd. € für das Haushaltsjahr 2004 liegt diese deutlich
höher, als das beim letzten Haushalt der vorangegangenen Legislatur
der Fall war. Diesen hatte bekanntlich eine von der PDS tolerierte SPD-Regierung
zu verantworten. Es steht zu befürchten, daß der Finanzminister
mit dieser Absicht den Haushalt an den Rand der Verfassungsmäßigkeit
bringt.
Eine wirksame Beschränkung
der Neuverschuldung wird nach Auffassung der PDS-Fraktion nur auf der Basis
einer völlig anderen Steuerpolitik möglich sein, mittels derer
vor allem eine Stabilisierung der Einnahmesituation für Bund, Länder
und Kommunen gelingt.
In diesem Zusammenhang fordert
die PDS die Landesregierung nachdrücklich auf, bei ihrem NEIN zum
Vorziehen der Steuerreform zu bleiben. Ein Vorziehen der Steuerreform wäre
nur möglich, wenn vom Bund entsprechende Kompensationen für die
dann eintretenden Steuerausfälle geleistet würden.
Die PDS warnt vor einer künstlichen
Reduzierung der Neuverschuldung durch eine neuerliche Senkung der Kommunalfinanzierung.
Hier ist das Ende der Fahnenstange buchstäblich erreicht, zudem ist
das Land ohnehin in der Pflicht, wenn Kommunen in die Zahlungsunfähigkeit
getrieben werden.
Magdeburg, 10. Juli 2003
Wulf Gallert
parlam. Geschäftsführer
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