Sterben Frauenschutzhäuser
aus?
Auf der 23. Sitzung des Landtages
am Donnerstag, dem 03.07.2003 brachte die PDS-Fraktion einen Antrag ein,
mit dem sie finanzielle Sicherheit für Frauenschutzhäuser in
Sachsen-Anhalt forderte. CDU und FDP lehnten den Antrag ab.
Eine umfassende Bekämpfung
der Gewalt gegen Frauen ist nur möglich, wenn es ein finanziell gesichertes,
flächendeckendes Netz von Beratungsstellen, Notrufen und Frauenhäusern
gibt, die den Frauen helfen, aus dem Gewaltkreislauf auszubrechen und ihr
Leben in die Hand zu nehmen. Diese Einrichtungen betreuen die Frauen direkt
nach der Gewalttat. Sie verfügen über Fachkompetenzen, die sie
in der Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz an die Beamt/innen weitergeben
können.
Die Forderung der PDS nach
einer Klarstellung der zukünftigen finanziellen Sicherheit von Frauenschutzhäusern
mit Haushaltsvorbehalten vom Tisch zu wischen, belegt, dass die Landesregierung
und die sie tragenden Fraktionen von CDU und FDP für das Problemfeld
„Gewalt gegen Frauen“ anscheinend nicht ausreichend sensibilisiert sind.
Frauenstrukturen und vor allem Frauenschutzstrukturen werden es wohl in
Zukunft in Sachsen-Anhalt noch schwerer als bisher haben.
Britta Ferchland, MdL
Gleichstellungspolitische
Sprecherin der PDS
Magdeburg, 04.07.2003
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