Koalition sagt im Rechtsauschuss:
BASTA!
Kommunale Selbstverwaltung
wird ohne sachgerechte Beratung weiter beschnitten
In der heutigen abschließenden
Beratung des federführenden Ausschusses für Recht und Verfassung
zum Entwurf des 2. Investitionserleichterungsgesetzes brachten die Koalitionsfraktionen
einen Änderungsantrag zur Zulässigkeit wirtschaftlicher Unternehmen
in Kommunen eingebracht, die in der Gemeindeordnung geregelt ist. Er beinhaltet
eine Verschärfung der Subsidiaritätsklausel, indem private gegenüber
kommunalen Unternehmen eindeutig bevorzugt werden. Damit wird eine wirtschaftliche
Betätigung der Kommunen weiter erschwert.
Bei einem solch' gravierenden
Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung wäre es ein Mindestmaß
an parlamentarischer Demokratie, eine derart weitgehende Veränderung
auch im zuständigen Fachausschuss für Inneres zu beraten. Ein
entsprechender Antrag von PDS und SPD wurde von der Koalition abgelehnt.
Die PDS-Abgeordneten im Rechtsausschuss
halten dieses Vorgehen der Koaltion für ebenso frag- wie kritikwürdig.
Solche gravierenden Eingriffe in die kommunale Selbstverwaltung, die durch
die geltende Gemeindeordnung garantiert ist, sollten nicht am Innenausschuß
und an den Kommunalen Spitzenverbänden vorbei entschieden werden.
Das Angebot des Ministerpräsidenten
zu sachlicher und konstruktiver Zusammenarbeit im Parlament bleibt eine
leere Worthülse!
Gerald Grünert
kommunalpol. Sprecher
Magdeburg, 04. Juni 2003
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