Jeziorsky unterschätzt Rechtsextremismus
in Sachsen-Anhalt
Die PDS-Fraktion im Landtag
von Sachsen-Anhalt wirft Innenminister Jeziorsky vor, Rechtsextremismus
in Sachsen-Anhalt zu unterschätzen. Dieses ist bei der Vorstellung
des Verfassungsschutzberichtes 2002 einmal mehr deutlich geworden.
Wenn der Innenminister in
dem Zusammenhang feststellt, dass es erfreulich sei, dass politische Straftaten
in diesem Bereich und die Anzahl der Personen im Neonazi-Bereich rückgängig
seien, dann ignoriert er bewusst aktuelle Entwicklungen in dieser Szene
im letzten Jahr.
Zu erwähnen ist in diesem
Zusammenhang insbesondere, dass von großer Bedeutung die Aktivitäten
der sogenannten freien Kameradschaften im Lande sind, die mittlerweile
flächendeckend agieren. Das zeigt sich aber auch an der gestiegenen
Anzahl der rechten Skinheadkonzerte. Diese Aktivitäten mündeten
in einem der größten Nazi-Aufmärsche in unserem Land, welcher
am 1. Mai diesen Jahres mit über 1200 Neonazis in Halle stattgefunden
hat.
Es darf nicht der Eindruck
in der Öffentlichkeit vermittelt werden, dass Rechtsextremismus nicht
mehr von so großer Bedeutung in diesem Land ist. Das tut die Landesregierung
allerdings. Dem kann schnell ein böses Erwachen folgen.
Matthias Gärtner, MdL
Innenpolitischer Sprecher
der PDS
Magdeburg, den 13. Mai 2003
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