Magdeburger Himmelfahrtskrawalle am
12. Mai 1994 sollten Mahnung sein
Vor 9 Jahren kam es am 12.
Mai in der Magdeburger Innenstadt am Himmelfahrtstag zu schweren rassistischen
Krawallen. Dutzende rechtsextreme Jugendliche machten unter den Augen der
Polizei und vieler Bürgerinnen und Bürger Jagd auf Ausländerinnen
und Ausländer. Das gesellschaftliche Klima in der Stadt hatte damit
einen Tiefpunkt erreicht. Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu
fremdenfeindlichen Übergriffen in Magdeburg. Allein im Jahr 2002 wurden
8 fremdenfeindliche Straftaten in Magdeburg registriert. Darunter befanden
sich 3 Körperverletzungsdelikte. Auch im Jahr 2003 kam es bereits
zu mehreren schweren Übergriffen auf Ausländerinnen und Ausländer
in der Stadt Das ist aber nur die Spitze des Eisberges.
Trotz vieler in den letzten
Jahren gestarteten Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit in Magdeburg
treten regelmäßig rassistische Ressentiments offen zu Tage.
Die Himmelfahrtskrawallen 1994 sollten Mahnung genug dafür sein, dass
es im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus kein Nachlassen
geben darf.
Die PDS fordert die Landesregierung
auf, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus endlich als gesamtgesellschaftliche
Probleme anzuerkennen und das Zerschlagen der Strukturen, die in den letzten
Jahren erfolgreich ein Netzwerk für Demokratie und Toleranz aufgebaut
haben, zu beenden und diese aktiv zu unterstützen.
Gleichzeitig fordert die
PDS die Landesregierung auf, ihre Blockade gegen ein Zuwanderungsgesetz
auf Bundesebene aufzugeben und sich aktiv an der Gestaltung einer modernen
Zuwanderungsgesetzgebung zu beteiligen. Damit kann sie ein klares Zeichen
gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz in unserem Land setzen.
Matthias Gärtner, MdL
Innenpolitischer Sprecher
der PDS
Magdeburg, den 11. Mai 2003
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