Hier die Heimat, dort der Job – zur
Arbeitsmarktsituation in Sachsen-Anhalt
Laut Auskunft der Landesregierung
pendelten mit Stand vom 30.06.2002 87.208 Männer und 37.095 Frauen
aus Sachsen-Anhalt zu ihren Arbeitsstellen in andere Bundesländer.
Dem stehen insgesamt ca. 44.000 sogenannte Einpendler gegenüber, also
Menschen die ihren festen Wohnsitz nicht in Sachsen-Anhalt haben jedoch
hier arbeiten. Das Verhältnis beläuft sich auf ca. 1 zu 3: auf
jeden Einpendler kommen ca. 3 Auspendler. Die Zahl der Auspendler unter
25 Jahren beträgt 22.057 – davon 11.833 Männer und 10.224 Frauen.
Im Koalitionsvertrag zwischen
CDU und FDP heißt es: „Zu den Zielen der Arbeitsmarktpolitik gehören
die Schaffung von Anreizen für Betriebe und Unternehmen, Jugendliche
auszubilden und nach erfolgreicher Berufsausbildung zu beschäftigen
bzw. weiterzubeschäftigen.“
Über ein Jahr nach dem
Regierungswechsel hat Sachsen-Anhalt die rote Laterne in der deutschen
Arbeitsmarktstatistik erneut in der Hand. Die Jugendarbeitslosigkeit nimmt
dramatische Ausmaße an: 30.700 Jugendliche haben keinen Job. Die
Arbeitslosenquote bei Jugendlichen liegt mit 23,7 Prozent überdurchschnittlich
hoch. Zwei Drittel der arbeitslosen Jugendlichen verfügt über
eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Die PDS-Sachsen-Anhalt hat
ein eigenes Programm gegen Jugendberufsnot eingebracht, dass u.a. eine
Existenzgründungsoffensive für Jugendliche bis 30 Jahre, ein
externes Ausbildungsmanagement und den Nachwuchskräftepool – ein Modell
zur Unterstützung der 2. Schwelle – beinhaltet. Die PDS bleibt weiterhin
bei der Forderung, dass nur eine solidarische Ausbildungsplatzabgabe jedem
Jugendlichen wirklich einen Ausbildungsplatz garantiert.
Britta Ferchland; MdL
Ausbildungspolitische Sprecherin
der PDS
Magdeburg, 09.05.2003
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