Kinderbetreuung – eine kurze Kurzsichtigkeit
des Herrn Kurze?
Markus Kurze, kinder- und
jugendpolitischer Sprechers der CDU, äußert in einer Pressemitteilung
vom 24. April große Zufriedenheit über die Ergebnisse einer
Umfrage des Magazins Stern zur Kinderbetreuung in Deutschland. Er resümiert,
dass sich deshalb das Kinderförderungsgesetz im Ergebnis sehen lassen
kann.
Herr Kurze scheint da etwas
übersehen zu haben: Die Umfrage des Stern wurde zwischen Mitte Oktober
und Ende Dezember 2002 durchgeführt – zu Zeiten also, als das KiBeG
noch galt. Markus Kurze stellt eindeutig falsche Analogien her – ein klassisches
Eigentor!
Im Gegenteil wirft das KiFöG
viele Probleme vor Ort auf. Die unmittelbare Betroffenheit äußert
sich für viele erst jetzt. Erst jetzt werden die Folgen für Kinder,
Eltern und Erzieherinnen sichtbar und spürbar. Die derzeit laufende
Kommunaltour der PDS-Landtagsfraktion bestätigt das täglich aufs
Neue.
Die PDS begrüßt,
wenn der jugendpolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus
fordert, dass Kitas nicht zu Verwahranstalten werden dürfen und feststellt,
das Qualität in der Kinderbetreuung nicht zum Nulltarif zu haben ist.
Fragt sich nur, warum diese Erkenntnis nicht bis in die Reihen der CDU
in Sachsen-Anhalt vorgedrungen ist.
Eva von Angern; MdL
Kinder- und Jugendpolitische
Sprecherin der PDS
Magdeburg, 25.04.2003
|