| Nichts Neues aus
dem Sozialministerium!
- Kommunen brauchen Verordnungen,
die die tatsächlichen Probleme klären -
In der Presse ist heute zu
lesen, dass der kinder- und jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion,
Markus Kurze den Erlass von Verordnungen zur Tagespflege und zur Übergangsfinanzierung
ankündigt und sich davon ein Gelingen des neuen Kinderförderungsgesetzes
verspricht.
Die kinder- und jugendpolitische
Sprecherin der PDS-Fraktion erklärt hierzu:
„Die Ankündigung, solche
Verordnungen zu erlassen, ist nichts Neues und stellt auch kein Zugehen
auf die Kommunen oder gar die Lösung ihrer Probleme dar. Diese Verordnungen
wurden seitens der Landesregierung bereits während der Verhandlungen
zum Gesetzentwurf angekündigt. Auch jetzt wiederholt sich der damalige
Sachverhalt: es wird nicht gesagt, wann diese Verordnungen erlassen werden.
Hinzu kommt, dass diese Mitteilung nicht etwa von einem Pressesprecher
des Ministeriums herausgegeben wurde, sondern von einem Abgeordneten, der
grundsätzlich keinerlei Einfluss auf Erlasse eines Ministeriums hat.
Da stellt sich die Frage, ob die Ansicht von Herrn Kurze auch im Ministerium
vertreten wird. Oder bedarf Herr Kley einen solchen Anstoß, um endlich
zu handeln?“
„Doch in der Tagespflege
und der Übergangsfinanzierung liegt nicht alleiniger Klärungsbedarf.
Es ist erforderlich, dass seitens des Ministeriums endlich Verordnungen
zum Kinderförderungsgesetz erlassen werden, die die tatsächlichen
Probleme vor Ort klären und sowohl den Trägern als auch den Kommunen
Rechtssicherheit in ihrem Handeln geben. Wie ist der Umgang mit der Erwerbstätigkeit
der Eltern? Wie ist der Umgang mit Kindern mit Behinderungen?“
„Kinder und Eltern haben
ein Recht auf Klärung der Betreuungsverhältnisse und auf ein
einheitliches Verfahren.“
Eva von Angern
Kinder- und jugendpolitische
Sprecherin
Magdeburg, 07.04.2003 |